Förderer: Stadt Dortmund – Gesundheitsamt

Ansprechpartnerin:
Merve Betül Özcan
E-Mail: betul@trainofhope-do.de
Tel: 0231/97062647
PsyCare – Verständnis, Wissen und Unterstützung für Menschen mit Migrations und Fluchterfahrung
Psychische Belastungen entstehen oft dort, wo Menschen viel erlebt haben. Flucht, Neuanfang, Sprachbarrieren, unsichere Lebenssituationen oder Erfahrungen von Ausgrenzung können die seelische Gesundheit stark beeinflussen. Gleichzeitig ist der Zugang zu Hilfe oft schwierig. Genau hier setzt PsyCare an.
PsyCare bietet niedrigschwellige Informationen, kultursensible Beratung und Bildungsangebote rund um psychische Gesundheit. Unser Schwerpunkt liegt auf Menschen mit Migrations oder Fluchterfahrung sowie auf ihren Familien und Angehörigen. Wir erklären verständlich, was psychische Erkrankungen sind, wie Hilfe aussehen kann und welche Wege es im Hilfesystem gibt. Dabei achten wir auf einfache Sprache, kulturelle Sensibilität und einen respektvollen Umgang auf Augenhöhe.
In unserer Beratung unterstützen wir bei ersten Schritten, bei Unsicherheiten und bei der Orientierung im Gesundheitssystem. Psychoedukative Gruppen vermitteln Wissen über Stress, Trauma, Depression oder Angst und stärken den Umgang mit Belastungen im Alltag. Angehörige erhalten Raum für Fragen, Austausch und Entlastung.
Ergänzt wird das Angebot durch Kurse, Workshops und regelmäßige Treffen. Hier können Menschen sich begegnen, Erfahrungen teilen und neue Kraft schöpfen. Niemand muss allein bleiben. PsyCare steht für Offenheit, Vertrauen und Selbstbestimmung.
Unser Ziel ist es, psychische Gesundheit verständlich zu machen, Zugänge zu Hilfe zu erleichtern und Teilhabe zu stärken.
- Niedrigschwellige Information
Bereitstellung verständlicher Informationen zu psychischer Gesundheit, häufigen psychischen Erkrankungen und Hilfesystemen. Materialien in einfacher Sprache und in mehreren Sprachen sowie Informationsveranstaltungen - Erstberatung und Orientierung
Kostenfreie Beratung für Menschen mit psychischen Belastungen und ihre Angehörigen. Begleitung bei ersten Kontakten mit Ärztinnen, Therapeutinnen oder Behörden. - Psychoedukative Gruppen
Gruppenangebote zu Themen wie Stressbewältigung, Trauma, Depression, Angst oder Schlafprobleme. Vermittlung von Wissen über psychische Erkrankungen und Stärkung von Selbsthilfekompetenz. Angebote kultursensibel und sprachunterstützt. - Angehörigenberatung
Spezielle Angebote für Familien und nahestehende Personen. Austausch über Belastungen im Umgang mit psychisch erkrankten Angehörigen. Strategien zur Entlastung und Selbstfürsorge. - Kurse und Workshops
Regelmäßige Kurse zu Themen wie Achtsamkeit, Entspannung, Umgang mit belastenden Erinnerungen, Selbstwertstärkung oder Alltagsstruktur. Kreative Angebote wie Schreiben, Musik oder Bewegung zur Stabilisierung. - Begegnung und Austausch
Offene Treffen für Betroffene und Angehörige. Raum für gemeinsames Erleben, gegenseitige Unterstützung und soziale Teilhabe. Aufbau von Selbsthilfegruppen. - Sprach und Kulturvermittlung im Hilfesystem
Begleitung bei Gesprächen im Gesundheitswesen. Erklärung von Abläufen im deutschen Hilfesystem. Vermittlung zwischen Fachkräften und Ratsuchenden. - Prävention und Aufklärung
Abbau von Stigmatisierung psychischer Erkrankungen. Stärkung von Wissen über seelische Gesundheit. - Digitale mehrsprachige Informationsplattform. Niedrige Zugangsschwelle
10. Vernetzung und Lotsenfunktion:
Kooperation mit psychosozialen Diensten, Kliniken, Beratungsstellen und Migrantinnenorganisationen. Weitervermittlung in passende Hilfen.
